Mittweidaer Kindertagesstätte überzeugt mit Umweltprojekt

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Die Mittweidaer AWO Kindertageststätte „Regenbogen“ hat mit ihrem Umwelt-Projekt beim diesjährigen Wettbewerb „Umwelthelden gesucht“ der Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen den dritten Platz belegt. Honoriert wird das mit einem Preisgeld in Höhe von 250 Euro. An dem Wettbewerb hatten insgesamt neun mittelsächsische Schulklassen der Stufen 3 bis 6 sowie Kindertagesstätten teilgenommen, die bei ihren kreativen Projekten viel Wissenswertes über Recycling, Abfallvermeidung und Umweltbewusstsein lernen konnten.

„Die nicht alltägliche Auszeichnung ist ein gelungenes Beispiel für die vorbildliche pädagogische Bildungsarbeit in unseren Kindertagesstätten“, betont André-Aljoscha Steiner, Geschäftsführer der AWO Südsachsen gGmbH. Beim Nachwuchs stand allerdings nicht nur die Theorie im Mittelpunkt. „Wir haben ebenso darauf geachtet, dass sich die Kinder aktiv in den Projektverlauf mit einbringen und ihn spielerisch mitgestalten“, sagt Einrichtungsleiterin Antje Schulze.

So wurden beispielsweise anfallende Verpackungen vom Frühstückstisch gesammelt, Abfall-reste sorgsam getrennt und in die richtige Mülltonne geworfen. „Außerdem hatten wir die Kinder sensibilisiert, wie Abfall vermieden werden kann“, sagt Antje Schulze. Und auch das Thema Nachhaltigkeit spielte eine wichtige Rolle. „Dafür hatten wir unter anderem für Feste Mehrweg-Getränkebecher angeschafft, die umweltfreundlich sind und wiederverwendet werden können“, sagt Antje Schulze. In der Kindertagesstätte ist die Beschäftigung mit Umweltthemen noch lange nicht abgeschlossen. Denn es gibt noch viele Fragen von den Kindern. Das Preisgeld in Höhe von 250 Euro soll deshalb für weitere Umwelt-Projekte verwendet werden.

Nationalelf und Telekom spenden Laptops und Speedboxen an sechs AWO-Einrichtungen

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Für eine Überraschung sorgte in diesen Tagen die Fußballnationalmannschaft bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Südsachsen gGmbH. Dem sozialen Träger wurden von der Nationalelf im Rahmen der Aktion „Räumlich getrennt – trotzdem verbunden“ insgesamt zwölf Laptops für sechs Einrichtungen gespendet. Dazu zählen die Seniorenzentren Mittweida, Ehrenfriedersdorf, Burkhardtsdorf, Lengefeld, Oelsnitz (Erzgebirge) und die Wohnstätte für Menschen mit Behinderung in Mittweida.

Die Laptops werden den Bewohnerinnen und Bewohnern als zusätzliche Kontaktmöglichkeit zu ihren Angehörigen zur Verfügung gestellt, mit denen sie mittels Videotelefonaten kommunizieren können. „Auch wenn Besuche durch Angehörige wieder möglich sind, so stellt jedes weitere Gerät eine Erleichterung dar“, betont André-Aljoscha Steiner, Geschäftsführer der AWO Südsachsen gGmbH. Neben den Laptops erhielten die Einrichtungen zusätzlich von der Telekom eine Speedbox als WLAN-Hotspot gespendet.

Unter dem Motto „Räumlich getrennt – trotzdem verbunden“ hatte die Fußballnational-mannschaft gemeinsam mit dem IT-Portal Stifter-helfen der Haus des Stiftens GmbH und der Telekom Anfang April eine Aktion ins Leben gerufen, bei der sich Altenheime, Pflege- und Palliativeinrichtungen sowie Hospize für Laptops inklusive Telekom-Hotspot bewerben konnten, damit die Bewohner*innen auch in Zeiten von Besuchsverbot und Kontakteinschränkungen mit ihren Angehörigen zu Hause in Kontakt bleiben können. Insgesamt 1.000 Laptops standen dafür zur Verfügung. Dem Spendenaufruf folgte auch die AWO Südsachsen gGmbH.

Willkommen bei der AWO Südsachsen gGmbH

Beate Kunze, Barbara Ude, Monika Rietzschel und Stefan Wunnenburger (v. l.) brachten den Bewohner*innen und Pflegekräften des AWO Seniorenzentrums Mittweida einen musikalischen Gruß. Foto: Ralf Härtel/AWO

Das Außengelände des AWO Seniorenzentrums Mittweida verwandelte sich am 19. Mai zu einer kleinen Konzertbühne unter freiem Himmel. Am Vormittag schaute dort der MDR-Lieder-Lieferdienst vorbei, um den Bewohner*innen und Pflegekräften musikalische Dankesgrüße zu überbringen – live gespielt und gesungen von den Musikerinnen und Musikern des MDR-Sinfonieorchesters und MDR-Rundfunkchors.

Das Ensemble ist bereits seit dem 27. April 2020 in ganz Mitteldeutschland unterwegs, um vor allem den Menschen etwas Freude zu bereiten, die sich seit Beginn der Corona-Krise als echte Helden des Alltags beweisen. Dafür ist allerdings eine Nominierung beim MDR Lieder-Lieferdienst notwendig. Diesen hatte eine Anwohnerin aus Mittweida bestellt.

Dass das Seniorenzentrum für den musikalischen Dankesgruß auserwählt wurde, freute besonders André-Aljoscha Steiner, den Geschäftsführer der AWO Südsachsen gGmbH: „Wir wissen, wie schwer es gerade für unsere Bewohner*innen ist, in dieser Zeit ihre Angehörigen nicht sehen zu können. Auch unsere Mitarbeiter*innen in den insgesamt fünf Pflegeeinrichtungen belastet diese Situation sehr, denn sie müssen den Alltag nahezu komplett neu organisieren.“

Vorsorgeklinik veranstaltet Pflanzaktion anlässlich des Muttertages und 70 Jahre Müttergenesungswerk

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Am 10. Mai ist Muttertag. Für die Mitarbeiterinnen und Patientinnen der Mutter-/Vater-Kind-Vorsorgeklinik der Arbeiterwohlfahrt Südsachsen gGmbH in Grünhain-Beierfeld ist das immer ein ganz besonderer Tag. Doch aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wird er in diesem Jahr nicht in gewohnter Weise stattfinden können.

Damit der Ehrentag nicht gänzlich in den Hintergrund rückt, hat sich das Team rund um die Klinik-Leiterin Elvira Kosuch zum bevorstehenden Muttertag eine besondere Aktion einfallen lassen, mit der zugleich zwei historische Ereignisse in den Fokus gerückt werden sollen. So findet am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vor 75 Jahren, eine Pflanzaktion unter freiem Himmel statt, bei der zwei junge Bäume ihr neues botanisches Zuhause im alten Kurpark finden. Zudem werden sieben Sträucher anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Deutschen Müttergenesungswerks gepflanzt – quasi für jedes Jahrzehnt ein Strauch. Die Gehölze sind eine Spende vom „Naturschutzverein Grüne Aktion“ aus Eibenstock, der sich mit verschiedensten praktischen Maßnahmen für den regionalen Naturschutz einsetzt.

„Für uns ist besonders die Pflanzaktion anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Deutschen Müttergenesungswerks eine schöne Geste, denn seit 1998 sind wir eine anerkannte Klinik der Stiftung“, sagt Elvira Kosuch. Unter dem Dach der Stiftung werden frauenspezifische und ganzheitliche Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Mütter mit Kindern angeboten. Allein im Jahr 2019 nahmen 459 erschöpfte Mütter mit ihren Kindern an einer Vorsorgemaßnahme in der erzgebirgischen AWO-Klinik teil.

„Gerade jetzt merken wir, wie wichtig es ist, vor allem an die Mütter und ihre tägliche Fürsorge-Arbeit zu denken, denn in Corona-Zeiten tragen viele von ihnen die Hauptlast in der Familie“, betont Elvira Kosuch. Coronabedingt sind sie plötzlich mit ihren Kindern immer zu Hause, stehen oft am Herd, sorgen täglich für Ordnung im Haushalt und sind zuständig für sämtliche Kinderfragen. „Doch die Ausnahmesituation der Mütter wird leider noch immer nicht genug anerkannt oder honoriert“, weiß die Klinik-Leiterin. Sie befürchtet, dass es möglicherweise nach der Corona-Krise auf Grund der derzeit zusätzlichen Belastungen zu einem erhöhten Bedarf an Mutter-Kind-Kuren kommen könnte.

CORONA-KRISE: Lions Club spendet Atemschutzmasken an das AWO Seniorenzentrum Mittweida

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Die derzeit sehr angespannte Corona-Situation erfordert speziell für Pflegekräfte und medizinisches Personal eine spezielle Schutzausrüstung, um die Verbreitung des Virus möglichst zu bremsen. Allerdings gibt es noch immer Engpässe bei der Beschaffung von Atemschutzmasken. Auch beim Lions Club Mittweida/Burgstädt spielt der Mund-Nasen-Schutz aktuell eine besondere Rolle. Mit Hilfe der Lions Club International Foundation und dem Lions Club Deutschland werden zurzeit an mehrere Einrichtungen FFP2-Atemschutzmasken verteilt.

Im Rahmen der Aktion konnte sich auch das Seniorenzentrum Mittweida der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Südsachsen gGmbH über eine Unterstützung freuen. Die Pflegeeinrichtung erhielt am 7. Mai 2020 stellvertretend durch Heribert Kosfeld, Mitstreiter im Lions Club Mittweida/Burgstädt, insgesamt 100 Stück FFP2-Atemschutzmasken. „Die Spendenaktion ist eine großartige Tat für die Menschen, die derzeit dringend Schutzausrüstung benötigen“, betonte André-Aljoscha Steiner, Geschäftsführer der AWO Südsachsen gGmbH.

In der Mittweidaer Pflegeeinrichtung werden gegenwärtig 72 Bewohner*innen betreut. Die Pflegekräfte versuchen mit den Seniorinnen und Senioren, die anhaltende schwierige Situation durch das Corona-Virus so gut wie möglich zu kompensieren. So ist man unter anderem bestrebt, Alternativen zum persönlichen Kontakt zu ermöglichen, um die Kommunikation für die Angehörigen und Betreuer*innen zu verbessern. Diese haben seit Kurzem die Möglichkeit, per „Skype“ und „WhatsApp“ mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu sprechen. Die technische Anwendung unterstützt unter anderem Video- und Audio-Anrufe. Dazu steht in den Einrichtung ein Notebook zur Verfügung sowie eine Rückzugsmöglichkeit, um in einer privaten und ungestörten Atmosphäre sprechen zu können.

CORONA-KRISE: Kurbetrieb in Vorsorgeklinik wird wieder aufgenommen

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Seit dem 21. April 2020 werden wieder Mutter-/Vater-Kind-Vorsorgemaßnahmen unter Beachtung strenger hygienischer Schutzmaßnahmen durchgeführt.

Alle Prozesse sind detailliert durchdacht. So wurde beispielsweise ein umfassender Maßnahmeplan für jeden Bereich innerhalb der Klinik erstellt, der insbesondere das geänderte Vorgehen bei der Anreise der Patientinnen und Patienten regelt, die bei ihrer Ankunft über die gesetzlichen Auflagen sowie das hygienegerechte Verhalten und die aktuelle Hausordnung während ihres Aufenthaltes belehrt werden. Darüber hinaus gibt es Veränderungen im Therapieprozess und bei der Organisation im Speisesaal. Damit stellen wir uns verantwortungsbewusst der aktuellen Aufgabe, das Infektionsrisiko zu vermeiden.

Bei weiteren Fragen zu Ihrem Aufenthalt in unserer Einrichtung kontaktieren Sie uns bitte unter Ruf 03774 661-0 oder via Mail unter gruenhain@awo-suedsachsen.de. Vielen Dank!

Willkommen bei der AWO Südsachsen gGmbH

In dem derzeit noch im Bau befindlichen Marie-Juchacz-Haus der Arbeiterwohlfahrt Südsachsen gGmbH an der Mittweidaer Weberstraße ziehen am 20. April 2020 mit Dr. med. Thomas Wustmann (Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie) und Dr. med. Anne Wustmann (Fachärztin für Allgemeinmedizin) die ersten Mieter*innen in das Erdgeschoss ein. Das Ärzte-Ehepaar eröffnet dort ihre neue Gemeinschaftspraxis. Die Praxis für Pneumologie befand sich seit Januar 2012 in der Mittweidaer Schumannstraße. Bei der Abteilung Allgemeinmedizin handelt es sich um eine Neugründung.

Dr. med. Anne Wustmann und Dr. med. Thomas Wustmann werden künftig im Marie-Juchacz-Haus ihre Patienten behandeln. Zur Praxis-Eröffnung überreichte ihnen André-Aljoscha Steiner (l.), Geschäftsführer der AWO Südsachsen gGmbH, Blumen und ein Buch zur Geschichte der Arbeiterwohlfahrt in Deutschland, die 2019 ihr 100-jähriges Bestehen feierte. Foto: Ralf Härtel/AWO

Den beiden Fachärzten stehen am neuen Standort annähernd 320 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Neben der Anmeldung und dem Wartebereich gibt es sechs Behandlungsräume, ein Labor sowie zwei Räume für die Forschung. Ergänzt wird die Gemeinschaftspraxis unter anderem mit einem Sekretariat, Personalraum, Archiv, Lager und einer Umkleide. Mit Dr. med. Thomas Wustmann ziehen auch mehr als 1.600 Patientinnen und Patienten um, die jedes Quartal pneumologisch (lungenärztlich) behandelt werden. Bei der Abteilung Allgemeinmedizin geht das Mittweidaer Ärzte-Ehepaar von einer ebenso hohen Nachfrage aus.

Mit der Fertigstellung des AWO-Neubaus, der für Sommer 2020 geplant ist, können dann auch eine Diabetes-Schwerpunktpraxis, eine Praxis für medizinische Fußpflege und eine AWO-Tagespflege für 20 Gäste eröffnet sowie 34 barrierefreie Ein-, Eineinhalb- und Zweiraum-Appartements von den Mieter*innen bezogen werden. Dafür erfolgt derzeit Schritt für Schritt der Innenausbau. Parallel dazu wird die Fassade mit einer Klinkerstein-Optik versehen, der Innenhof weiter ausgebaut und die terrassenförmig angelegte Außenanlage mit Sitzmöglichkeiten ausgestaltet.

Ehrenfriedersdorfer sorgen mit Oster-Aktion für eine Überraschung bei Seniorinnen und Senioren

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Die Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus sind gegenwärtig besonders für ältere Menschen wichtig. Von den Einschränkungen sind auch die Bewohner*innen der fünf Seniorenzentren der Arbeiterwohlfahrt Südsachsen gGmbH betroffen. Denn sie dürfen vorläufig aufgrund der strengen Verordnungen zur Eindämmung des Virus keinen Besuch von ihren Angehörigen und Bekannten empfangen. Das Pflegepersonal versucht so gut wie möglich, diese schwierige Situation zu kompensieren.

Um den Seniorinnen und Senioren anlässlich der Osterfeiertage eine kleine Freude zu bereiten, folgten in der vergangenen Woche zahlreiche Einwohner*innen von Ehrenfriedersdorf einem spontanen Aufruf aus der Bevölkerung und trugen verschiedene schöne Dinge für das ortsansässige AWO Seniorenzentrum zusammen. Darunter befanden sich auch selbst in mühevoller Arbeit gestaltete Utensilien. Angefangen bei Ostergeschichten, Gedichten, Bildern bis hin zu Stricksachen und persönlichen Karten. Die rührende Aktion ließ für einen Moment die Sorgen der älteren Menschen verschwinden.

Der Dank gilt den Initiatoren und dem ortsansässigen Edeka-Markt, in dem zunächst die gesammelten Sachen abgegeben werden konnten. Die Einrichtungsleitung und das Pflegepersonal des AWO Seniorenzentrums wissen die Unterstützung sehr zu schätzen, denn die Bereitschaft zu helfen und zu geben, egal in welcher Form, ist in unserer heutigen Gesellschaft nicht immer selbstverständlich.

CORONA-KRISE: Rehabilitations- und Vorsorgekliniken in Existenznot! Wer kümmert sich jetzt um kranke Mütter und Väter?

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PRESSEMITTEILUNG |DEUTSCHES MÜTTERGENESUNGSWERK

Die Elly Heuss-Knapp Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk wurde 1950 von Elly Heuss-Knapp mit dem Ziel gegründet, stationäre medizinische Vorsorge- und Reha-Maßnahmen (Kuren) für Mütter zu ermöglichen. Seit 2013 gehören auch Väter und pflegende Angehörige dazu. Im Verbund mit AWO, DRK, EVA, KAG und Parität kommt das Müttergenesungswerk seit 70 Jahre diesem Auftrag nach. Mit den durch die Corona-Pandemie angeordneten Schließungen von 70 Rehabilitations- und Vorsorgekliniken im Verbund des Müttergenesungswerks und ohne Corona-Rettungsschirm sind die Kliniken in Existenznot.

In fast allen der über 70 vom Müttergenesungswerk anerkannten Kliniken gibt es Anordnungen der Bundesländer zur Schließung des Betriebs. Mütterkuren, Mutter-Kind-/Vater-Kind-Kuren können nicht weiter durchgeführt werden und die Kliniken erwirtschaften keine Einnahmen mehr. Personal- und Sachkosten laufen weiter.

Da die Bundesregierung die Rehabilitations- und Vorsorgekliniken für Mütter und Väter nach § 111a SGB V bisher nicht – wie vom Müttergenesungswerk gefordert – im Corona-Rettungsschirm berücksichtigt, ist deren Überleben gefährdet. Während die Länder die Mütter- und Mutter-Kind-Kliniken bereits als Krankenhausersatzbetten anfragen, kämpfen das Müttergenesungswerk und die Kliniken um Einbeziehung in den Rettungsschirm.

„Das Müttergenesungswerk setzt sich für eine moderne Gesundheitspolitik für Mütter und auch für Väter ein. Rehabilitations- und Vorsorgekliniken für Mütter und Väter nach § 111a SGB V gehören zwingend in den Corona-Rettungsschirm“, sagt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks. „Zurzeit ist ein neues Rettungspaket der Regierung in Arbeit. Jetzt muss nachgebessert werden, damit die Kliniken Ausgleichszahlungen erhalten. Die Zeit drängt.“

In Zeiten der Corona-Krise sind Mütter und Väter zusätzlichen Belastungen von Home-Office und paralleler Kinderbetreuung sowie sozialer Isolation ausgesetzt. Häusliche Gewalt steigt an. Dies sind schwerwiegende Umstände, die bereits bestehende körperliche Erschöpfung und psychische Überlastung weiter verstärken.

„Gerade jetzt sollte Müttern und Vätern, die in dieser schweren Zeit für den Erhalt unserer Gesellschaft sorgen, nicht die Grundlage für jegliche gesundheitliche Unterstützung verwehrt werden“, betont Anne Schilling weiter. Denn der Bedarf an Kuren ist bereits riesengroß. Jährlich werden 130.0000 Beratungen zu Kurmaßnahmen durchgeführt. 50.000 Mütter und an die 2.000 Väter mit über 70.000 Kindern nehmen pro Jahr an Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen nach § 24 oder 41 SGB V im Müttergenesungswerk teil. Dieser Bedarf wird nach der Corona-Krise noch steigen. „Wir brauchen die Kliniken dringend, um für kranke Mütter und Väter zu sorgen.“

CORONA-KRISE: Beiersdorf AG spendet 1.000 Liter Händedesinfektionsmittel

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Der Bedarf an Desinfektionsmitteln ist infolge der Corona-Krise erheblich gestiegen, doch die Verfügbarkeit ist aktuell stark eingeschränkt. Neben Krankenhäusern und Arztpraxen benötigen vor allem auch Unternehmen mit sozialen Einrichtungen entsprechende Mittel, um sich gegen das Virus schützen zu können. Zu Ihnen zählt die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Südsachsen gGmbH, die 15 Einrichtungen in vier sächsischen Landkreisen betreibt.

Damit es dort nicht zu Engpässen von Desinfektionsmitteln kommt, hat die Beiersdorf AG – ein deutscher Konsumgüterkonzern mit Sitz in Hamburg und bekannt durch Nivea- sowie Florena-Produkte – dem sozialen Träger insgesamt 1.000 Liter Händedesinfektionsmittel kostenfrei überlassen.

„Die Sachspende zeugt nicht nur von großer Solidarität in schwierigen Zeiten, sondern beweist auch, dass es noch verantwortungsvolle Firmen gibt, die keinen Profit aus einer Krise schlagen wollen“, betont André-Aljoscha Steiner, Geschäftsführer der AWO Südsachsen gGmbH. Mit der Spende soll nun denen geholfen werden, die bereits seit Wochen die Versorgung und die optimale Betreuung unserer Mitmenschen bis über die Grenzen ihrer eigenen Belastbarkeit hinaus gewährleisten. Hierzu gehören mehr als 500 Mitarbeitende, die auch während der Corona-Pandemie einen enormen Einsatz leisten.

Das Händedesinfektionsmittel umfasste insgesamt 5.004 Sprühflaschen mit jeweils 200 ml Inhalt, abgepackt in 417 kleinen Kartons. Es wurde im Beiersdorf-Werk im mittelsächsischen Waldheim produziert und wird zeitnah an die Einrichtungen der AWO Südsachsen gGmbH verteilt. Dazu zählen drei Kindertagesstätten, ein Kinder- und Jugendwohnen, fünf Seniorenzentren, eine Sozialstation, drei Wohnstätten für Menschen mit Behinderung, eine Mutter-/Vater-Kind-Vorsorgeklinik und die Geschäftsstelle.